Mit den Kindern besprechen, wie das Taschengeld eingesetzt wird

Landschaftsillustration

Taschengeld gibt Kindern die Möglichkeit, eigene Entscheidungen zu treffen, doch ohne ein Gespräch darüber bleibt oft unklar, wie diese Entscheidungen eigentlich zustande kommen. Ein offenes Gespräch über den Umgang mit dem eigenen Taschengeld hilft Kindern, ihre eigenen Überlegungen besser zu verstehen.

Nimm dir hin und wieder Zeit, um mit den Kindern zu besprechen, wofür das Taschengeld zuletzt verwendet wurde, ohne dabei zu urteilen oder zu belehren. Ein neugieriges, offenes Interesse führt meist zu einem ehrlicheren Gespräch als eine strenge Kontrolle.

Lass die Kinder ihre eigenen Erfahrungen machen

Auch kleine Fehlentscheidungen beim Taschengeld gehören zum Lernprozess dazu und müssen nicht sofort korrigiert werden. Wichtiger als jede einzelne Entscheidung ist, dass die Kinder überhaupt lernen, ihre eigenen Wünsche gegen ihre begrenzten Mittel abzuwägen.

Ermuntere die Kinder, sich selbst kurze Ziele zu setzen, für die sie ihr Taschengeld eine Zeit lang zurücklegen, statt es sofort auszugeben. So erleben sie, wie sich geduldiges Zurücklegen anfühlt, ohne dass ihnen dabei jemand ständig hineinredet.

Sprecht auch darüber, was passiert, wenn das Taschengeld einmal schneller aufgebraucht ist als geplant, und wie damit umgegangen wird. Ein ruhiger Umgang mit solchen Situationen nimmt dem Thema die Dramatik und macht das nächste Gespräch leichter.

Passt das Gespräch über das Taschengeld dem Alter der Kinder an, denn jüngere Kinder brauchen andere Erklärungen als ältere. Mit der Zeit können die Gespräche komplexer werden, so wie auch die Entscheidungen der Kinder selbst komplexer werden.

Regelmäßige, entspannte Gespräche über das Taschengeld schaffen eine Gewohnheit, die weit über die Kindheit hinaus wirkt. Kinder, die früh lernen, überlegt mit eigenem Geld umzugehen, tragen diese Gewohnheit oft ganz selbstverständlich ins spätere Leben mit.

Lasst auch Raum für die eigenen Vorstellungen der Kinder, selbst wenn sie nicht immer mit den eigenen Erwartungen übereinstimmen. Ein Kind, das sich ernst genommen fühlt, spricht meist offener über seine Überlegungen als eines, das sich ständig kontrolliert fühlt.

Feiert ruhig auch kleine, gut überlegte Entscheidungen der Kinder, statt nur auf Fehlentscheidungen einzugehen. Positive Rückmeldungen stärken das Vertrauen der Kinder in ihre eigenen Fähigkeiten weit mehr als ständige Korrekturen.