Bevor etwas Neues gekauft wird, lohnt sich oft ein kurzer Blick darauf, was zu Hause bereits vorhanden ist und vielleicht längst nicht mehr gebraucht wird. Ohne eine feste Routine bleibt dieser Schritt aber leicht auf der Strecke, gerade wenn der Neukauf schnell gehen soll.
Führe eine kurze, feste Routine ein, bei der vor jedem größeren Neukauf zuerst ein passender Schrank oder eine Schublade durchgesehen wird. Dieser kleine, zusätzliche Schritt dauert nur wenige Minuten, verändert aber oft die ganze Entscheidung über den Neukauf.
Verbinde das Aussortieren direkt mit dem Neukauf
Sortiere beim Durchsehen gleich aus, was nicht mehr gebraucht wird, statt es einfach wieder zurückzulegen wie zuvor. So entsteht Platz für das Neue, und gleichzeitig wird sichtbar, ob überhaupt noch ein Neukauf nötig ist.
Lege für ausgemustertes, aber noch brauchbares Gut ein festes Sackerl oder eine feste Kiste bereit, damit es nicht einfach in einer Ecke liegen bleibt. So findet es zügig seinen Weg zu jemandem, der es wirklich noch gebrauchen kann.
Bei Kleidung, Werkzeug oder Haushaltsgegenständen zeigt sich besonders oft, dass bereits etwas sehr Ähnliches vorhanden ist, nur an einer unerwarteten Stelle verstaut. Die kurze Routine deckt solche Doppelungen zuverlässig auf, bevor ein weiteres, ähnliches Stück dazukommt.
Beziehe auch andere Haushaltsmitglieder in diese Routine ein, damit das Aussortieren nicht an einer einzigen Person hängen bleibt. Wenn alle dieselbe kurze Gewohnheit teilen, bleibt der Haushalt insgesamt aufgeräumter, ohne dass es sich wie eine große Aufgabe anfühlt.
Mit der Zeit wird das Aussortieren vor dem Neukauf so selbstverständlich wie das Schreiben einer Einkaufsliste. Der Haushalt sammelt dadurch spürbar weniger Ungenutztes an, und jeder Neukauf fühlt sich bewusster und begründeter an als zuvor.
Nutzt gerne auch ruhige Wochenenden, um größere Bereiche wie den Kleiderkasten oder die Abstellkammer gründlicher durchzusehen, statt es immer nur bei kleinen Handgriffen zu belassen. So bleibt die Routine nicht nur oberflächlich, sondern erfasst nach und nach den ganzen Haushalt.
Sprecht innerhalb der Familie auch offen darüber, was mit dem Aussortierten geschehen soll, damit brauchbare Sachen tatsächlich weitergegeben werden. So bleibt die Routine nicht nur ein Ordnungsschritt, sondern wird auch für andere sinnvoll genutzt.