Streamingdienste sammeln sich im Laufe der Zeit an, weil ein neuer Dienst schnell dazugebucht wird, während der alte einfach weiterläuft. Nach einer Weile zahlt man für mehrere Dienste gleichzeitig, ohne dass noch jemand genau weiß, wie oft welcher davon tatsächlich genutzt wird.
Ein ehrlicher Blick auf die eigenen Sehgewohnheiten hilft dabei, Klarheit zu schaffen. Notiere für eine kurze Zeit, welche Dienste tatsächlich geöffnet werden, und vergleiche das anschließend mit der Liste aller laufenden Abonnements im Haushalt.
Prüfe jeden Dienst für sich, nicht nur im Ganzen
Statt alle Dienste zusammen zu betrachten, lohnt es sich, jeden einzeln zu prüfen. Ein Dienst kann zum Beispiel nur für eine bestimmte Sendung abonniert worden sein, während ein anderer regelmäßig für den ganzen Abend genutzt wird.
Frage dich bei jedem Dienst, wann du ihn zuletzt wirklich genutzt hast, und ob das schon eine Weile zurückliegt. Diese einfache Frage macht oft sehr schnell deutlich, welche Abos noch echten Nutzen bringen und welche eher aus Gewohnheit weiterlaufen.
Prüfe außerdem, ob sich Inhalte mehrerer Dienste überschneiden, sodass am Ende doppelt für Ähnliches bezahlt wird. Manchmal reicht ein einziger Dienst völlig aus, um die gleichen Bedürfnisse im Haushalt abzudecken.
Sprich die Ergebnisse der Durchsicht ruhig mit allen im Haushalt durch, die die Dienste mitnutzen. So wird die Entscheidung gemeinsam getroffen, und niemand hat das Gefühl, dass über seinen Kopf hinweg entschieden wurde.
Wiederhole diese Durchsicht in regelmäßigen Abständen, denn Sehgewohnheiten ändern sich im Laufe der Zeit. Ein Dienst, der heute viel genutzt wird, kann in einigen Monaten schon wieder in den Hintergrund treten, und umgekehrt.
Notiere dir bei jedem Dienst kurz, warum er ursprünglich abonniert wurde, etwa wegen einer bestimmten Serie oder eines bestimmten Genres. Diese kleine Erinnerung erleichtert es bei der nächsten Durchsicht, schnell zu erkennen, ob der ursprüngliche Grund überhaupt noch zutrifft.
Wenn ein Dienst gekündigt wird, lohnt es sich, kurz zu prüfen, wie das am einfachsten geschieht, und die dafür nötigen Schritte gleich zu erledigen. So bleibt es nicht bei der guten Absicht, sondern die Kündigung wird auch tatsächlich abgeschlossen.